Metabolisches Syndrom
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Metabolisches Syndrom
Das metabolische Syndrom – manchmal auch Syndrom X oder Insulinresistenz-Syndrom genannt – ist im eigentlichen Sinne keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr handelt es sich dabei um ein Zusammenkommen mehrerer Symptome, die das Risiko für Arteriosklerose und damit für andere Gefäßleiden und Herzerkrankungen erhöhen können. Insbesondere dann, wenn vier Symptome vorliegen – stammbetontes Übergewicht, Kohlehydrat- und Fettstoffwechselstörungen sowie Bluthochdruck – ist die Gefahr für Folgeerkrankungen hoch. Im schlimmsten Fall können Herzinfarkt und Schlaganfall drohen. Aus diesem Grund spricht man in Anlehnung an die angloamerikanische Bezeichnung oft auch vom „tödlichen Quartett“ (engl. deadly quartet).
Welche Symptome in welcher Gewichtung ein metabolisches Syndrom ausmachen, wird derzeit kontrovers diskutiert. Es existieren verschiedene Definitionen mehrerer Fachgesellschaften, die teilweise stark voneinander abweichen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert das metabolische Syndrom primär durch eine Kohlehydratstoffwechselstörung (Diabetes mellitus, gestörte Glukosetoleranz, abnormer Nüchternblutzucker bzw. Insulinresistenz) zu der zwei der folgenden Kriterien kommen müssen: Bluthochdruck, Dyslipidämie, viszerale Adipositas, Mikroalbuminurie. Die Definition der International Diabetes Federation (IDF) sieht hingegen das bauchbetonte Übergewicht als wesentlichstes Kriterium an. Hinzukommen müssen zwei von drei weiteren Symptomen: Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörung und/oder Bluthochdruck.